Das Leapfrog-Verfahren ist ein weit verbreitetes Zeitintegrationsverfahrenfür transiente hochfrequente elektrodynamischerFelder. Kombiniert mit dem räumlichenDiskretisierungsansatz der Methode der Finiten Integration(FIT) führt es zu einer sehr effizienten, explizitenSimulationsmethode, die im speziellen Fall kartesischerRechengitter als äquivalent zur Finite Difference TimeDomain (FDTD) Methode anzusehen ist. Aus Stabilitätsgründen ist dabei die Zeitschrittweite durch dasbekannte Courant-Kriterium begrenzt, so dass das Leapfrog-Verfahren für niederfrequente Probleme nicht sinnvollangewendet werden kann. In den letzten Jahren wurdenalternativ einige andere explizite oder “halb-implizite" Zeitbereichsverfahrenvorgeschlagen, u.a. das “Alternating DirectionImplicit" (ADI)-Verfahren, die keiner Beschränkungdes Zeitschritts aus Stabilitätsgründen unterliegen. Es zeigt sich aber, dass auch diese Methoden im niederfrequentenFall nicht zu sinnvollen Simulationsergebnissen führen. Wieanhand einer transienten Modalanalyse der elektrischenFelder in einem einfachen 2D-Beispiel deutlich wird, ist dieUrsache dafür die Verletzung wichtiger physikalischer Erhaltungseigenschaftendurch ADI und verwandte Methoden.